Ratgeber Reifenlager
Reifenlager organisieren: Plätze und Reifensätze zuordnen
Richten Sie ein eindeutiges Lagerplatzsystem ein und ordnen Sie jeden Reifensatz einem Kunden und Fahrzeug zu. Dieser Ratgeber führt durch Kennzeichnung, Bestandssuche und Satzwechsel. Eine Checkliste hilft Ihrem Team bei der Vorbereitung der Reifensaison.
Arbeitshilfe für Ihre Bestandsaufnahme
Beginnen Sie mit einem Lagerbereich und gleichen Sie jede Zeile vor Ort ab. Die Excel-Vorlage trennt Satzliste, Lagerplätze und ein gekennzeichnetes Beispiel. Die Checkliste lässt sich über die Druckfunktion Ihres Browsers ausdrucken.
Die Tabelle enthält eine leere Satzliste, eine Lagerplatzliste und eine getrennte Beispielseite. Vorder- und Hinterachsgröße werden einzeln erfasst. Nutzen Sie eigene eindeutige Kennungen und tragen Sie nur tatsächlich geprüfte Angaben ein.
Ohne Registrierung. Eigenständige Arbeitshilfe für Ihre Bestandsaufnahme, keine AutoLibs-Importdatei. Kundendaten bleiben in Ihrer heruntergeladenen Datei.
Plätze nach einem festen Schema benennen
Teilen Sie den tatsächlich nutzbaren Bestand in Bereiche, Regale und Satzplätze ein. Beschriften Sie die Plätze vor Ort genauso wie in Ihrer Liste oder Software. Verwenden Sie führende Nullen, damit A-02 vor A-10 steht.
A-03-02 bedeutet: Bereich A, Regal 03, Satzplatz 02. Ein Regal mit sechs Satzplätzen reicht von A-03-01 bis A-03-06. Das Beispiel beschreibt die Auffindbarkeit, keine Vorgabe zur Tragfähigkeit oder sicheren Lagerung.
Ein Platz sollte im System nur dann als frei gelten, wenn der bisherige Satz tatsächlich entnommen und die Bewegung dokumentiert wurde. Eine geplante Abholung allein schafft noch keinen Platz.
In AutoLibs erzeugt die Einrichtung benannte Plätze aus Bereich, Regalanzahl und Plätzen je Regal. Dasselbe Prinzip funktioniert als erste Bestandsaufnahme auch auf Papier.
Satzkennung und Kundennummer auseinanderhalten
Ein Kunde kann mehrere Fahrzeuge und mehrere Sätze besitzen. Geben Sie deshalb jedem Satz eine eigene Kennung. Verknüpfen Sie sie mit Kundennummer und Fahrzeug. Das Kennzeichen ist eine Suchhilfe, kann sich aber ändern.
- Kunde: Wer ist der Ansprechpartner?
- Fahrzeug: Für welches Fahrzeug wird der Satz verwaltet?
- Satz: Welche konkreten Reifen oder Kompletträder sind gemeint?
- Platz: Wo befindet sich dieser Satz jetzt?
Bringen Sie die Satzkennung am Satz an und prüfen Sie sie bei jeder Bewegung. Verlassen Sie sich nicht nur auf „die Winterräder von Herrn Müller“. Ein Etikett und der Datensatz müssen dasselbe Objekt beschreiben.
Beim Eingang prüfen statt alte Werte übernehmen
Der Leitfaden zur Einlagerungsdokumentation trennt Satzdaten und Einzelradprüfung. Der Achsgrößen-Ratgeber behandelt den Sonderfall verschiedener Dimensionen.
Erfassen Sie Saison, lose Reifen oder Kompletträder sowie die Größen an Vorder- und Hinterachse. Unterschiedliche Achsgrößen gehören getrennt in den Datensatz. Dokumentieren Sie die tatsächlich abgelesenen DOT-Angaben, gemessenen Profiltiefen und beobachteten Schäden.
Wenn eine Prüfung noch fehlt, kennzeichnen Sie sie als offen. Ein Messwert aus der letzten Saison darf nicht wie eine aktuelle Prüfung aussehen. Fotos sollten so aufgenommen und bezeichnet sein, dass der betroffene Reifen später zugeordnet werden kann.
Die dokumentierte Größe oder Profiltiefe ist für sich allein keine Freigabe zur Montage. Die fachliche Prüfung der Eignung bleibt Aufgabe der Werkstatt.
Den Wechsel vor dem Termin vorbereiten
Prüfen Sie vor einem vereinbarten Wechsel Kunde, Fahrzeug, Satzkennung und Lagerplatz. Klären Sie, ob fertige Räder gewechselt oder lose Reifen auf Felgen montiert werden. Das beeinflusst Arbeitsumfang und Terminplanung.
Vereinbaren Sie außerdem, ob der abmontierte Satz wieder eingelagert wird und wie die Einlagerung abgerechnet wird. Wenn der Preis noch nicht feststeht, muss er vor der kostenpflichtigen Durchführung geklärt werden. Ein Terminwunsch ist keine pauschale Kostenfreigabe.
Der Terminplaner hilft bei Personal, Dauer und Ressourcen. Der Lagerbestand beantwortet dagegen, welcher Satz benötigt wird. Beide Informationen müssen zusammenpassen.
Beide Bewegungen beim Satzwechsel festhalten
Der Winterradsatz RS-104 liegt auf A-03-02 und wird montiert. Der Sommerradsatz RS-105 wird abmontiert und geprüft. Ist A-03-02 geeignet und nach der Entnahme frei, wird RS-105 dort eingelagert. Dokumentieren Sie beide Bewegungen, nicht nur den neuen Standort.
Wird der abmontierte Satz vom Kunden mitgenommen, darf er anschließend nicht als eingelagert erscheinen. Muss er auf einen anderen Platz, ändern Sie den Lagerort unmittelbar. Mündliche Zwischenlösungen sind spätestens beim nächsten Mitarbeiterwechsel schwer nachzuvollziehen.
AutoLibs schlägt beim tatsächlichen Satzwechsel den frei werdenden Platz vor, sofern er geeignet und verfügbar ist. Die bestätigte Auswahl und Durchführung bleiben eigene Schritte.
Checkliste vor dem Saisonstart
- Plätze abgleichen: Stimmen Beschriftung, Datensatz und tatsächliche Belegung überein?
- Zuordnung prüfen: Hat jeder Satz eine eindeutige Kennung, einen Kunden und das passende Fahrzeug?
- Offene Prüfungen finden: Wo fehlen Messwerte oder eine Bewertung von Auffälligkeiten?
- Leistungen klären: Sind Radwechsel, Reifenmontage und Einlagerung verständlich getrennt?
- Termine vorbereiten: Sind benötigte Sätze auffindbar und die Kapazitäten eingeplant?
- Übergaben üben: Kann ein Kollege einen Beispielwechsel anhand der Dokumentation nachvollziehen?
Gehen Sie zum Start einige Plätze vom Regal zum Datensatz und anschließend einige Datensätze zurück zum Regal durch. So entdecken Sie beide Arten von Lücken: nicht erfasste Sätze und Einträge, deren Platz nicht stimmt.
Für den Fahrzeugzustand bei Abgabe und Abholung gibt es zusätzlich die digitale Fahrzeugannahme. Sie ergänzt die Reifenverwaltung, ersetzt aber nicht die Prüfung des Satzes.
Häufige Fragen
Reicht das Kennzeichen als Satzkennung?
Nein. Ein Fahrzeug kann mehrere Sätze haben und ein Kennzeichen kann sich ändern. Eine eigene Satzkennung verknüpft den konkreten Satz mit Kunde, Fahrzeug und aktuellem Lagerplatz.
Kann ich denselben Lagerplatz nach dem Wechsel verwenden?
Ja, wenn der bisherige Satz tatsächlich entnommen wurde und der Platz für den abmontierten Satz geeignet ist. Beide Bewegungen müssen dokumentiert werden.
Soll ich alte Profiltiefen als Ausgangswerte übernehmen?
Frühere Messwerte können als datierte Hinweise dienen. Die aktuelle Prüfung sollte ausdrücklich erfasst werden, statt einen alten Wert ungeprüft weiterzuführen.
Das eigene Lagersystem im Portal ausprobieren.
Plätze einrichten, einen Beispielsatz erfassen und den Wechsel gemeinsam prüfen.