Praxisratgeber

Leistungsdauer planen: passende Werkstatttermine vergeben

Ermitteln Sie nachvollziehbare Terminlängen aus Ihren eigenen Arbeitsabläufen. Die Checkliste hilft, Leistungen und ihre Dauer zu prüfen, kombinierte Arbeiten zusammenzurechnen und Pausen zu berücksichtigen. Sie ersetzt keine fachlichen Zeitvorgaben für eine konkrete Reparatur.

Vergleichbare Leistungen beschreiben

Eine Bezeichnung wie „Reifenwechsel“ reicht für die Zeitplanung nicht. Der Wechsel fertiger Kompletträder ist ein anderer Ablauf als die Montage loser Reifen auf Felgen. Auch zusätzliche Prüfungen oder Einlagerung verändern den Umfang. Definieren Sie zuerst, was die angebotene Leistung umfasst.

Notieren Sie bei beobachteten Arbeiten Beginn, Ende und relevante Unterbrechungen. Trennen Sie aktive Arbeit, Warten auf eine Entscheidung und andere Wartezeit. Prüfen Sie anschließend, welche Zeit tatsächlich einen Mitarbeiter oder eine Ressource blockiert. Ein einzelner besonders schneller Auftrag ist keine belastbare Vorgabe für alle folgenden Fahrzeuge.

Eigene Beobachtungen in eine prüfbare Vorgabe übersetzen

  1. Leistung und enthaltene Arbeitsschritte eindeutig benennen.
  2. Mehrere vergleichbare eigene Fälle betrachten und Ausnahmen notieren.
  3. Benötigte Mitarbeiterqualifikation und Ressourcen zuordnen.
  4. Eine nachvollziehbare Planungsdauer hinterlegen.
  5. Nach weiteren ausgeführten Arbeiten prüfen, ob diese Dauer weiterhin passt.

Diese Anleitung nennt bewusst keine universellen Reparaturzeiten. Fahrzeug, Zustand, Betriebsausstattung und vereinbarter Umfang können den Aufwand verändern. Ein früher gespeicherter Wert bleibt ein Planungswert, bis Sie seine Eignung geprüft haben.

Kombinationen und Pausen an einem Beispiel prüfen

Fiktives Beispiel für die Kalendereinrichtung

Eine Werkstatt hinterlegt für zwei Leistungen 45 und 30 Minuten. AutoLibs plant die Kombination nacheinander als 75-Minuten-Block. Für Kundenbuchungen hat die Werkstatt Buchungen während der Pause deaktiviert. Bei einer Pause ab 12 Uhr passt ein Beginn um 11 Uhr deshalb nicht, weil das geplante Ende um 12:15 Uhr in die Pause reicht. Die Beispielwerte sind keine Empfehlung für eine bestimmte Reparatur.

Für den gesamten Block müssen die benötigten Zuweisungen passen. Ressourcen werden nicht automatisch zwischen einzelnen Teilschritten freigegeben. Die Ressourcenplanung beschreibt diese Grenze. Wird bei einer Reifendienstleistung eine separate Einlagerungsleistung ergänzt, ist auch deren hinterlegte Dauer Teil der Planung.

Nicht mit kürzeren Zeiten ein Kapazitätsproblem verdecken

Wenn die realistische Dauer nicht mehr in den Tag passt, prüfen Sie einen späteren Termin, eine andere verfügbare Zuordnung oder einen ausdrücklich geänderten Leistungsumfang. Ändern Sie nicht allein deshalb die Katalogdauer für alle künftigen Anfragen.

Kontrollieren Sie die Einrichtung im Werkstatt-Terminplaner mit einem Einzeltermin und einer Kombination vor einer Pause. Bei häufigen Abweichungen hilft der Leitfaden zur Auslastungsplanung, Dauerprobleme von Ressourcenengpässen zu unterscheiden. Den vollständigen Ablauf prüfen Sie im Software-Testleitfaden.

Häufige Fragen

Kann ich eine allgemeine Zeit für jeden Reifenwechsel verwenden?

Prüfen Sie zuerst den tatsächlichen Umfang. Radwechsel, Reifenmontage und zusätzliche Einlagerung sind unterschiedliche Abläufe und brauchen passende eigene Planungswerte.

Was passiert bei mehreren ausgewählten Leistungen?

AutoLibs addiert ihre Dauern für einen gemeinsamen sequenziellen Terminblock. Dieser muss vollständig in ein verfügbares Zeitfenster passen.

Sollte ich die Dauer kürzen, wenn keine Zeit mehr frei ist?

Nicht ohne fachlich veränderten Umfang. Eine unrealistische Vorgabe verschiebt das Kapazitätsproblem in den Werkstattalltag.

Prüfen Sie den Ablauf mit Ihren eigenen Beispieldaten.

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