Einführung und Betrieb

Zugriffsrechte für Werkstattsoftware planen

Portalrollen, Mitarbeiter und Kunden-App unterscheiden. Aufgaben und Standortzugriffe planen und mit einer konkreten Prüfliste im Werkstattteam testen.

Aufgaben, Benutzer und Standorte getrennt planen

Schreiben Sie zuerst auf, welche Person welche Aufgabe an welchem Standort erledigen soll. Vergleichen Sie diese Anforderungen danach mit den tatsächlich verfügbaren Rollen. Eine organisatorische Zuständigkeit ist noch keine technische Zugriffsbeschränkung.

In der AutoLibs Werkstattsoftware sind ein Portalzugang, ein Mitarbeiter für die Einsatzplanung und ein Kundenkonto unterschiedliche Dinge. Ein angelegter Mitarbeiter erhält dadurch nicht automatisch einen Portalzugang. Die Kunden-App ist keine Verwaltungsoberfläche für das Werkstattteam.

Welche Unterscheidungen AutoLibs bietet

Vorhandene Zugänge, keine frei konfigurierbare Rechtematrix
Zugang oder DatensatzBedeutung für Ihre Planung
Administrator im PortalVerwaltungszugang zur berechtigten Werkstatt. Rechnungen und Buchhaltungsfunktionen setzen zusätzlich den passenden Tarif voraus.
Dispo im PortalFür die Terminorganisation vorgesehene feste Rolle. Rechnungsverwaltung und DATEV-Export stehen dieser Rolle nicht zur Verfügung. Keine selbst definierbare Liste einzelner Feldrechte.
Admin der OrganisationZusätzliche Berechtigung für die Standorte der eigenen Organisation. Nicht mit einem gewöhnlichen standortgebundenen Administrator gleichsetzen.
Mitarbeiter in der PlanungPerson für Arbeitszeiten, Fähigkeiten und Terminzuordnung. Der Planungseintrag allein ist kein Benutzerkonto.
Kunde in der AppZugriff auf eigene zugeordnete Vorgänge und bereitgestellte Informationen, kein interner Portalzugang.

AutoLibs bietet hier feste Rollen. Eine individuell zusammenstellbare Berechtigung für jedes Feld oder jeden einzelnen Button wird damit nicht zugesagt. Prüfen Sie besondere Anforderungen ausdrücklich, bevor Sie einen breiteren Zugang vergeben.

Eine Aufgabenmatrix für Ihr Team erstellen

Fiktives Organisationsbeispiel

Person A nimmt Termine an, Person B prüft Rechnungen und Person C vertritt die Leitung an zwei Standorten. Notieren Sie für jede Person Aufgaben, benötigte Standorte und Vertretung. Wählen Sie die Zugänge erst nach dem Abgleich mit den vorhandenen Rollen.

  • Welche Aufgaben werden tatsächlich benötigt?
  • Welche Werkstatt gehört zum Aufgabenbereich?
  • Ist eine reine Planungsaufgabe oder auch Rechnungsbearbeitung erforderlich?
  • Wer darf zusätzliche Zugänge verwalten?
  • Wer prüft den Zugriff bei Aufgabenwechsel oder Ausscheiden erneut?

Diese Matrix ist eine Arbeitsunterlage Ihres Betriebs, kein neues Einstellungsformular in AutoLibs. Für die Einführung nutzen Sie den Einführungsplan; den Standortbezug erklärt die Mehrstandortverwaltung.

Zugänge einrichten und den tatsächlichen Zugriff testen

Im berechtigten Portalzugang finden Sie unter Einstellungen den Bereich „Administratoren“. Dort werden zusätzliche Portalbenutzer mit eigener E-Mail-Adresse und der angebotenen Rolle eingerichtet. Wählen Sie die Rolle bewusst und verwenden Sie für jede Person den vorgesehenen eigenen Zugang.

  1. Mit dem neu vorgesehenen Benutzer anmelden.
  2. Die benötigte Aufgabe am richtigen Standort vollständig durchgehen.
  3. Eine nicht vorgesehene Verwaltungsaufgabe ebenfalls prüfen, etwa den Aufruf der Rechnungsverwaltung mit einem Dispo-Zugang.
  4. Bei Organisationszugriff die erlaubten Standorte kontrollieren.
  5. Bei einem zu weitgehenden oder fehlenden Zugriff die Anforderung klären, statt einfach das Inhaberpasswort weiterzugeben.

Eine fehlende Schaltfläche allein ist kein ausreichender Zugriffstest. Nutzen Sie einen vereinbarten Testbestand und prüfen Sie auch einen direkten Seitenaufruf. Die gewünschte Sperre muss tatsächlich greifen. Änderungen an Zugängen erfolgen bewusst durch die dafür berechtigte Person.

Bei Vertretung und Aufgabenwechsel nachprüfen

Dokumentieren Sie, wer einen offenen Auftrag übernimmt, und kontrollieren Sie bei Aufgabenänderungen die vorhandenen Zugänge. Gemeinsame Passwörter erschweren die Zuordnung von Tätigkeiten. Das Entfernen eines Mitarbeiters aus der Einsatzplanung ist nicht gleichbedeutend mit dem Entzug eines gesonderten Portalzugangs.

Fachliche Kundenfreigaben bleiben von internen Benutzerrechten getrennt: Ein berechtigter Mitarbeiter darf eine ausstehende Kundenentscheidung nicht als erteilt behandeln. Der Ratgeber zur Auftragsübergabe zeigt, welche Informationen eine Vertretung benötigt.

Benötigen Sie eine feinere Trennung als die angebotenen Rollen, klären Sie die Anforderung vor dem Einsatz. Eine zusätzliche Rolle oder besondere Leseberechtigung darf nicht aus dieser Checkliste abgeleitet werden.

Häufige Fragen

Ist ein Mitarbeiter automatisch ein Portalbenutzer?

Nein. Der Mitarbeiterdatensatz dient der Einsatzplanung. Ein Portalzugang wird gesondert eingerichtet.

Kann ich für jeden Mitarbeiter beliebige Einzelrechte definieren?

Die beschriebenen Portalzugänge verwenden feste Rollen. Eine frei konfigurierbare Berechtigung für jedes einzelne Feld oder jede Aktion wird nicht angeboten.

Darf ein Dispo-Benutzer Rechnungen oder DATEV-Exporte bearbeiten?

Nein. Die Rechnungsverwaltung und der DATEV-Export sind für berechtigte Verwaltungszugänge vorgesehen, zusätzlich gelten Standort- und Tarifvoraussetzungen.

Ersetzt ein interner Zugang die Kundenfreigabe?

Nein. Interne Bearbeitungsrechte und die ausdrückliche Entscheidung des Kunden sind getrennte Voraussetzungen.

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